Es wurden damals keine eigenen Mutterfische gehalten, somit musste man Eier zukaufen. Die Forelleneier wurden aus Dänemark bezogen, die Reinankeneier wurden durch Laichfischfang aus den Kärntner Seen gewonnen.

Im Jahre 1956 wurden beispielsweise 330.000 Reinankeneier, 220.000 Forelleneier, 16.000 Seeforelleneier, 11.900 Hucheneier und 18.000 Äscheneier aufgelegt.

Ein großes Problem waren damals die kalten Winter. Es konnten durch die schlechte Bauweise und den damit verbundenen Wasserverlust beim Zulaufgerinne und den geringen Durchfluss in den Teichen keine Fische gehalten werden. Also mussten im Frühjahr auch Setzlinge aus anderen Fischzuchtbetrieben in Österreich zugekauft werden.

Nicht einfach war damals die Beschaffung von Futter für die Aufzucht der Setzlinge und Speisefische. Trockenfutter gab es noch keines. Im Jahre 1955 wurden für die Fütterung 4.000 kg Futterfische, 2.000 kg Topfen, 15 kg Milz, Eier und Magermilch verwendet. Die Futterfische wurden mit Netzen aus dem Brennsee (Feldsee) gefangen. Es wurden hauptsächlich kleine Rotaugen und Lauben gefangen. Das Plankton für die Äschen wurde aus dem Brennsee und aus dem Ossiachersee gewonnen. Erst Ende der sechziger oder Anfang der siebziger Jahre wurde mit der Umstellung auf Trockenfutter begonnen.

Viele Fehler sind bei der Planung der Anlage gemacht worden. Bei der Errichtung der handtuchförmigen Teiche wurden die niederschlagsarmen Monate nicht berücksichtigt, also bekam man große Probleme mit der Wassertemperatur und der Durchflussmenge. Das Wasser wurde durch ein Quergerinne geleitet, von welchem es 24x in jeweils 2 Streckteiche aufgeteilt wurde. Das Wasser war stark veralgt und zu warm. Im Laufe der Zeit wurden von den 48 Handtuchteichen nur mehr wenige zur Aufzucht genützt, die anderen waren mehr oder weniger leer.

Anfang der sechziger Jahre wurde die neben der Fischzucht vorbeiführende Bundesstrasse gebaut, und mit dem Aushubmaterial von der Strasse wurden die Handtuchteiche zugeschüttet.

Da man das Wasser optimal nutzen wollte, baute man nur 2 lange Fließkanäle mit 13 Abteilungen. Diese Fließkanäle wurden aus hölzernen Lärchenrinnen gebaut. Da die Fließkanäle eine höhere Fließgeschwindigkeit aufwiesen, waren sie für die Aufzucht von Forellen von Vorteil.

(Auszüge aus den Protokollen der Kärntner Landesfischzuchtgenossenschaft, erarbeitet von Herrn FM Klaus Tschlatscher)