Einer meiner Lieblingsfische ist die Äsche. Daher gilt ein besonderes Augenmerk der Nachzucht dieser bedrohten Fischart. Da es nicht möglich ist, von den Äschen einen eigenen Mutterfischstamm zu halten, müssen wir im März/April an den verschiedenen Flüssen die Äschen elektrisch abfischen. Durch den Kormoran und andere Umwelteinflüsse ist es sehr schwierig geworden, laichreife Äschen in ausreichender Zahl zu bekommen. Auch der genaue Zeitpunkt der Laichreife hängt von Wassertemperatur, Mond und dem jeweilige Gewässer ab. So kann es passieren, dass viele Fahrten umsonst gemacht werden.

Äsche
Abfischen
Planktonfischen

Wenn laichreife Äschen gefangen werden, werden sie an Ort und Stelle abgestreift. Sind sie noch nicht soweit, werden sie mit in die Fischzucht genommen und durch Temperaturerhöhung zur Laichreife gebracht. Sobald auch diese abgestreift wurden, werden sie in ihre ursprünglichen Gewässer zurückgesetzt. Jeder Fluss hat seinen eigenen Äschenstamm. Dieser hat sich im Laufe der Jahre am besten an das jeweilige Gewässer angepasst. Wir sind daran interessiert, den für jeden Fluss typischen Äschenstamm nachzuziehen, Grundvoraussetzung sind Laichfische in ausreichender Anzahl. Die geschlüpften Äschen kommen in Rundbecken und werden danach mit Lebendplankton gefüttert. Dieses stammt vom Brenn- oder Afritzersee und wird jeden Tag in der früh gefangen und frisch an die Äschen verfüttert. Da unsere zwei Seen noch immer sehr eutroph sind, haben wir relativ viel Plankton. Nach 8 Wochen werden sie nach und nach auf Trockenfutter umgestellt. Ende Juli kommen die vorgestreckten Jungäschen in Streckteiche, werden dort zu Setzlingen weitergefüttert und später als 1- oder 2-sömmrige Äschen verkauft.